Berichte aus dem Jahr 2017

Wir trauern um Kardinal Meisner

Der Kölner Karneval trauert um Joachim Kardinal Meisner. Er starb am frühen Mittwochmorgen im Alter von 83 Jahren.
Kardinal Meisner stand ab 1989 an der Spitze des Kölner Erzbistum und war seitdem dem Kölner Karneval immer eng verbunden. Mit ihm gemeinsam wurde 2007 der Gottesdienst für Kölner Karnevalisten ins Leben gerufen, der seither fester Bestandteil jeder Session ist und jedes Jahr tausende Jecken in den Kölner Dom zieht. Acht dieser Gottesdienste hielt Kardinal Meisner bis zu seiner Rücktritt 2014 selbst und schloss diese gerne mit einem herzlichen "Kölle Alaaf". Alle Kölner Dreigestirne empfing Kardinal Meisner während seiner Amtszeit. 2011 geleitete er das Kölner Dreigestirn nach Rom und ermöglichte eine Audienz bei Papst Benedikt XVI. Köln und der Kölner Karneval haben Kardinal Meisner viel zu verdanken.
 
(Kölner Karneval)

Domsitzung - „Es mer op en Kinddäuf enjelade“

Auch in diesem Jahr haben wir gerne das Rosenmontags-Motto „Wenn mir uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck“ aufgegriffen und auf die Domsitzung abgestimmt.
Pänz, Köln, Kirche, Dom: Was liegt da näher, als mit der Taufe anzufangen?
Das Lied von Willy Ostermann „Es mer op en Kinddäuf enjelade“, zur Zeit der vorletzten Jahrhundertwende in Szene gesetzt von den Bläck Fööss, wurde unsere Inspiration.
Zusätzlich wurde durch die aktuelle Umgestaltung der östlichen Dom-Umgebung auch das historische Baptisterium wieder ins Sichtfeld gerückt, was uns dazu veranlasste, dieses ins Bühnenbild zu integrieren und als Motiv für den Orden zu wählen.

Die Sitzung begann mit einem Loch im Programm. Dies überbrückte unser Präsident Mario Anastasi mit schunkelfreudigen Liedern, gespielt von unserer Sitzungskapelle „Straberger Jägerkapelle“.
Michael Hirsch, Leadsänger von Hanak, kam spontan auf die Bühne und stimmte das von ihm geschriebene Domsitzungslied „Pänz vum Dom“ an, so wurde die Verspätung der Roten Funken gekonnt genutzt.

Schließlich konnte der feierliche Einzug des Elferrates (bei uns sind das fast 2 Elferräte!) als Taufgesellschaft zu Klängen des Ostermann-Liedes nun stattfinden. An der Spitze der Gesellschaft ging Mario in Soutane und Birett, quasi dem Kostüm des Priesters, mit samt seinen Messdienern. Der Täufling schob den Kinderwagen selber und die Taufgesellschaft ging nach feierlicher Prozession nahtlos in überschwängliche Feierlaune über und belebte in gewohnter Weise das Bühnenbild.

Zu folgendem Programm:
Rote Funken  ·  Ne bergische Jung  ·  Tanzgruppe Kammerkätzchen und Kammerdiener  ·  Guido Cantz  · 
Cat Ballou  ·  Paveier  ·  Marc Metzger  ·  Kasalla  ·  Dreigestirn  ·  Klaus und Willi  ·  Höhner
wurde im Saal und auf der Bühne herzlichst gelacht, geschunkelt, kräftig gesungen und getanzt.

Während der Sitzung ging die Schirmherrschaft von unserem bisherigen Schirmherren Dr. Norbert Feldhoff auf den neuen Dompropst Prälat Gerd Bachner über. Dieser nahm dann auch sehr gerne unseren Scheck über 5.500 Euro entgegen. Damit ist die Finanzierung unseres Sterns im Rahmen der „11.000 Sterne für den Dom“ vervollständigt.
Die Sitzung klang bis nach Mitternacht im Foyer mit kölscher Musik, aufgelegt von unserem Mitglied DJ Eifel Fetz, aus.

Wir bedanken uns bei unserem treuen Publikum, das auch bei den auftretenden Künstlern immer bleibenden Eindruck macht. Es zeichnet sich aus durch stilles Zuhören und ausgelassenes Feiern an den entsprechenden Stellen – so macht eine Sitzung Spaß!

Mittlerweile sind alle Requisiten wieder im Keller verstaut und viele positive Rückmeldungen von Besuchern haben uns erreicht.

Nach der Sitzung ist vor der Sitzung und so sind wir schon gespannt auf das nächste Kölner Motto!

Domsitzung un Fründe - Frühschoppen zum Sessionsstart

„Domsitzung un Fründe“, der karnevalistische Auftakt des Domsitzung e.V. , startete am 08. Januar unter widrigen Witterungsverhältnissen. Die Gäste, die den Weg trotz Kälte und Blitz-Eis am Vormittag ins Kasino der KG Treuer Husar Blau-Gelb wagten, erlebten einen fröhlich karnevalistischen Sonntag im Kreis der Domsitzungsfreunde.
Sitzungspräsident Mario Anastasi und der erste Vorsitzende Theo Müller eröffneten um 11:30 Uhr gemeinsam die Veranstaltung. Mario konnte in der Folge die Lindenthaler Lappenmänner, die Kinder-Tanzgruppe Hellije Pänz und den „Knubbelisch vum Klingelpötz“ auf der Bühne begrüßen. „Dä Nubbel“ schickte Grüße aus dem Krankenhaus. Er hatte sich, wie er selber sagte, beim Glatteis „mächtig auf die Fresse gelegt“ und musste seinen Auftritt leider absagen.
Zwischen den Auftritten sorgte DJ Eifel Fetz im Saal dafür, dass die gute Laune nicht abriss. Mitglieder, Freunde, Fördermitglieder und „offizielle“ Karnevalisten befreundeter Gesellschaften nutzten derweil die Veranstaltung auch für Klaaf und Verzäll rund um den Kölner Karneval, den Dom und die Vereine. Viele schmiedeten auch gemeinsame Pläne für die begonnene Session, wo man sich auf weiteren Veranstaltungen und im Straßenkarneval noch so manches Mal begegnen wird.
Das Catering für diesen Tag hatte Dirk Kleber aus „Em Höttche“ mit seinem Team übernommen, alles sehr lecker!
Bis zum späten Nachmittag klang noch das „Trömmelche“ durch die Gassen des Ursulaviertels, wo sicher auch in 2018 der Domsitzung e.V. wieder zum karnevalistischen Frühschoppen einladen wird, um die fünfte Jahreszeit einzuläuten.